Die Heizkosten sind im Winter für viele Haushalte ein großes Thema. Die gute Nachricht: Sie können oft schon mit einfachen Maßnahmen spürbar sparen – ohne direkt zu renovieren oder eine neue Heizung zu kaufen.
In diesem Beitrag finden Sie 10 praxiserprobte Sofortmaßnahmen, die sich in Wohnung und Haus umsetzen lassen – plus eine kurze Checkliste und typische Fehler, die unnötig Geld kosten.
1) Raumtemperatur sinnvoll wählen (und nicht überheizen)
Schon 1 Grad weniger kann einen Unterschied machen – wichtig ist aber, dass Räume nicht auskühlen. Als Orientierung (je nach Wohlfühlen):
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Wohnzimmer: ca. 20–21 °C
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Schlafzimmer: ca. 17–19 °C
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Bad: ca. 22–24 °C (kurzzeitig)
Tipp: Lieber gleichmäßig statt „hoch und wieder aus“.
2) Thermostate richtig einstellen – ohne ständiges Drehen
Viele drehen ständig auf 5, dann wieder runter. Besser:
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gewünschte Temperatur einstellen und halten
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nachts oder bei Abwesenheit leicht absenken (nicht komplett aus)
3) Stoßlüften statt Kipplüften
Kipplüften über Stunden kühlt die Wände aus und erhöht Heizbedarf.
Besser: 2–4× täglich Stoßlüften (kurz & kräftig), danach wieder schließen.
4) Heizkörper nicht zustellen
Vorhänge, Möbel oder Verkleidungen blockieren Wärme.
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Heizkörper frei lassen
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Vorhänge nicht direkt davor hängen lassen
5) Heizkörper entlüften (wenn gluckert oder oben kalt ist)
Gluckernde Heizkörper oder oben kalte Bereiche kosten Leistung.
Entlüften (falls möglich) sorgt für bessere Wärmeabgabe.
6) Türen sinnvoll nutzen (Wärmezonen schaffen)
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Türen zu wenig genutzten Räumen schließen
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Wärme in genutzten Räumen halten
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Achtung: zu kalte Nebenräume können Feuchteprobleme fördern – nicht „Eiskeller“ erzeugen
7) Wärmeverluste an Fenstern minimieren (ohne Umbau)
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Dichtungen prüfen (Zugluft?)
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Rollläden/Jalousien abends schließen
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Vorhänge abends nutzen (aber nicht die Heizkörper abdecken)
8) Luftfeuchtigkeit im Blick behalten (wichtig gegen Schimmel)
Zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt Räume „klamm“ wirken – man heizt mehr.
Zielbereich oft sinnvoll: 40–60 %.
Ein Hygrometer hilft enorm.
9) Warmwasser nicht vergessen (oft unterschätzt)
Viele Heizkosten hängen auch am Warmwasser:
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kürzer duschen
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nicht dauerhaft sehr heiß
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Sparduschkopf kann helfen (je nach Situation)
10) Heizgewohnheiten prüfen: „Kurz aufdrehen“ kostet oft mehr
Wenn Räume stark auskühlen, braucht das Aufheizen deutlich mehr Energie.
Besser: Grundwärme halten und gezielt optimieren.
Typische Fehler, die Heizkosten unnötig erhöhen
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Dauer-Kipplüften
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Heizkörper zugestellt
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Räume komplett auskühlen lassen
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Bad/Schlafzimmer falsch lüften (Feuchte bleibt drin)
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Fenster abends nicht abgedichtet/abgeschirmt
Mini-Checkliste: Heizkosten sparen – heute umsetzen
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2–4× Stoßlüften, kein Dauer-Kipp
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Heizkörper frei lassen
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Thermostat konstant einstellen
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Rollläden/Jalousien abends schließen
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Hygrometer nutzen (40–60 %)
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Heizkörper entlüften (wenn nötig)
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Türen nutzen, aber nicht komplett auskühlen lassen
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Warmwasser-Verbrauch prüfen
Fazit
Sie müssen nicht sofort modernisieren, um Heizkosten zu senken. Mit den richtigen Routinen (Lüften, Thermostat, Heizkörper frei, Feuchte im Blick) lässt sich im Winter oft spürbar sparen – und gleichzeitig sinkt das Risiko für Kondenswasser und Schimmel.
Passender Ratgeber: Schimmel im Winter – Ursachen & Sofortmaßnahmen
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